Herzlich Willkommen bei Gezeitentanz!


Jahreskreisfeste - Kreistänze und Lieder - Heilende Frauenkreise

Gerne können Sie Kontakt zu mir aufnehmen und mich als Referentin für rituellen Kreistanz begleitet von unserem eigenen Gesang, Sacreddance, Bewegungsmeditationen und Körperspürarbeit engagieren. Ich arbeite zu den Themen: Leib-Bewußt-Sein, Frau-Sein, Spirituelle Verbindung im Jahreskreis, Erfahrungen zu den Elementen Luft, Feuer, Wasser, Erde und weibliche Spiritualität z.B. Göttinnen-Tänze. Besonders geeignet für schon feiernde Jahreskreisritualgruppen zur Erweiterung ihres Repertoirs; zu besonderen Ereignissen wie Lebensphasen-Wechsel (Erste Menarche, Verbindungsritual, Eintritt in die Menopause) , Frauenfeste, Geburtstagsfeste, Frauengruppen mit Interesse an weiblicher Spiritualität und rituellem Kreistanz.


IN MIR DER URTANZ
JENER REIGEN DER GESTIRNE
UNUMSTÖSSLICHE ORDNUNG
HARMONISCHER EINTRACHT
VON WERDEN UND VERGEHEN
KREISEN


Foto:Julia Blank


   Kurzreferat zum Karlsruher Frauensymposium

Guten Morgen liebe Teilnehmerinnen, ich begrüße Sie herzlich beim Karlsruher Frauensymposium. Ich bin Tricia Laurent , Integrative Tanz- und Bewegungstherapeutin, Jahreskreisritualfrau, Dipl. Sozialarbeiterin und Mutter eines 15jährigen Sohnes. Mein Tanzweg beginnt als Kind mit der ersten Begegnung mit den Tänzen des universellen Friedens auf Familienfeiern. Darauf folgte, als Erwachsene, das begeisternde Feiern der Jahreskreisrituale mit ihren eingebetteten Tänzen und Liedern aus der Tradition der „Großen Mutter“ und der deutschen und englischen spirituellen Frauenbewegung. Außerdem nehme ich jährlich an den Tanzcamps des universellen Friedens teil. Ich danke meiner Mutter Siegrun Laurent, die ihr Wissen und ihre Erfahrung mit mir teilt und mir dadurch eine neue Weltsicht eröffnet hat. Sie ebnete mir den Zugang zu meiner Leidenschaft, dem Tanz, in all seinen Ausdrucksformen. Tanzend weitergereist, ohne meine Wurzeln zu vergessen, bin ich zur Sacred Dance Bewegung gekommen, vertreten durch Marian Saurer und andere. Immer tiefer in die Geschichte des Tanzes vorgedrungen bin ich mit Hilfe der beiden Anna´s, Tanzethnologinnen aus Bulgarien, und Laura Shannon, der forschenden Tanzfrau aus Findhorn, die in heute noch tradierten Tänzen, die alten Botschaften entschlüsselt. Mein tänzerisches Sein speist sich auch aus den Erfahrungen der tanztherapeutischen Ausbildung bei Ursel Burek, die fast 20 Jahre ihres Lebens die unterschiedlichsten indigenen Kulturen bereiste. Sie durfte Tanz in vielen Zeremonien und Ritualen in seinen archaischen Bewegungen und Rhythmen als kontinuierlichen Lebensausdruck erfahren und ließ mich Lernende daran teilhaben. Die integrative Tanztherapie setzt als persönlichkeitsfördernde Methode an der Erlebnisfähigkeit der Einzelnen an. Über die eigene Erfahrung in der Bewegung und im Tanz können über das körperliche Erleben hinaus, das geistige, emotionale und spirituelle Erleben aktiviert werden. Gerade wir als Frauen sind unter anderem in unserem Körperbewusstsein durch patriarchale Normgebungen beeinträchtigt. Selbstentfremdung, Identitätskonfusion, Mängelgefühle können die Folgen sein. Hier kann integrative Tanztherapie und rituelles Tanzen über den individuellen Lebenszusammenhang hinaus, zur Wiederaneignung eines unabhängigen, selbst-bewussten Leiberlebens führen. Die Bewusstheit und Achtsamkeit für die Botschaften des Körpers wachsen. Die eigene Annahme und Würdigung der existentiellen Basis werden gefördert. Innerliches Erleben spiegelt sich in unserer äußerlich sichtbaren Erscheinung ebenso wie angenommene Haltungen und ausgeübte Tänze unser inneres Erleben beeinflussen. Durch eine erlebnis- und übungszentrierte Herangehensweise, d. h. durch die ressourcenorientierte und vitalisierende Kraft der Tänze und Bewegungen, entsteht ein leiblicher Zugang zu Selbstbestimmtheit, Authentizität und Frauenbewusstsein.

Einer der ältesten kulturellen Ausdrucksarten der Menschheit ist der Tanz.
Menschen tanzen in allen Lebensaltern, vom Kleinkind bis zur Greisin. Ein innewohnendes Gefühl für Rhythmus, Takt und Bewegungsimpuls ist uns Menschen eigen. Und nicht nur uns Menschen, denken wir auch an die Balz- und Werbungstänze aus der Welt der Tiere. Bienen tauschen im Tanz beispielsweise genaueste Informationen über Qualität und Lage der Futterplätze aus. Sie praktizieren mittels des Tanzes ein ausführliches Kommunikationssystem. Ist es anhand dieser artenübergreifenden Äußerungen des Lebens zuviel gewagt, vom Tanz als einem weltdurchdringenden Phänomen zu sprechen, in dem leiblich kommuniziert wird? Sind bestimmte grundlegende Informationen, die die jeweilige Menschen- oder Tierkultur betreffen bereits in unseren Genen und Körperzellen? Durch die Geschichte der Menschheit hindurch sind mittels Bewegungen, Gebärden, Tänzen und Haltungen, Gefühle, Lebenseinstellungen und Weltbilder erfahren und ausgedrückt worden. Brauchen wir uns ihrer Botschaften nur tanzend er-innern? Der Tanz wird zur beseelten Bewegung und damit zum Bildnis für lebendiges Sein. Rituelle, sakrale Tänze finden wir in allen Kulturen und zu allen Zeiten. Die Tänze aus der Tradition der „Großen Mutter“ verkörpern meist heilige Muster, die mit ihrem archetypischen Bild verbunden sind. Die Quelle der Tänze liegt in vielen Fällen in den selben geographischen Gebieten, in denen die „Große Mutter“ verehrt wurde. Sie stammen aus einer Zeit, in der das Gemeinschaftsleben durch Rituale geordnet wurde und sie tradierten sich jedes Jahr neu zum jeweiligen Jahresfest. Sie dienten der Weitergabe der Weltanschauung, von Werten, Glaubensvorstellungen, der Bestärkung des Gemeinschaftssinns, der Heilung, der Feier von Lebensereignissen wie Geburt und Tod, erste Menarche, Übertritt in die Erwachsenenwelt. Die Zyklen der Natur wurden tänzerisch begangen, z. B. bestand die Aufgabe der Tänzerinnen darin, die Energie der Erde zum Zeitpunkt der Frühlingstagundnachtgleiche zum Erwachen zu bringen, damit diese wieder ergrünt und erblüht. Das dahinterliegende Weltbild ist das der Einheit zwischen Mensch und Natur. Wir sind ein Wesen und kommunizieren miteinander.

Das Tanzen ritueller Tänze im Jahreskreis ermöglicht uns, die Bedeutung und Wirkung matriarchaler Ursymbole und archetypischer Haltungen zu erfahren.
Mit Tanz als heiligem Ritual wurde seit Jahrtausenden die Verbindung der Einzelnen und der Gemeinschaft mit der Göttin hergestellt. Rituelles Tanzen ist Teil unseres kulturellen Erbes aus matriarchaler Zeit.
Mit unserem heutigen Tanzen ehren wir die Elemente Luft, Feuer, Wasser, Erde, die uns Bildnis sind für alle Lebensenergien. Wir verbinden uns mit unseren Mitschwestern zur Ehrung und Feier unseres Selbst, des Weiblichen, der Naturzyklen und der Großen Mutter.        

Im Arbeitskreis "Tanz ist meine Art zu beten" werden wir uns mit den genannten Themen leiblich vertraut machen und nach dem gemeinsamen rituellen Tanzen unsere persönlichen Erfahrungen austauschen. Im Mittelpunkt steht unser Leib-Bewußt-Sein zu fördern und unseren Wurzeln und unserer Geschichte leiblich zu begegnen.
Unser Leib ist die Einheit von Körper, Seele und Geist. Tanz und Bewegung ermöglichen uns das Erleben spiritueller Kräfte.
Leitende Fragen können dabei sein:
Was verbinden wir mit rituellen Tänzen?
Welche Erfahrungen können wir mit ihnen machen?
Welche Tänze vermitteln uns die Energie des jeweiligen Rituals?
Welche Grundlagen zur Auswahl der Tänze sind wichtig?
Körpergebet – Ritueller Tanz? Gibt es Unterschiede in ihrer Absicht und in ihrem Wirken?


Tanz und Stimme? Oder lieber mit Tonträger? Welche Formen wählen wir wann?
Ich freue mich auf unsere gemeinsamen Erfahrungen.                                        

Tricia Laurent